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der Dorstener Energiegenossenschaft eG

DEG ist zufrieden mit der Entwicklung der regenerativen Energien

DORSTEN Die Energieversorgung der Stadt wird immer grüner. Großen Anteil daran hat die im Jahre 2009 auf Initiative der Volksbank Dorsten gegründete Dorstener Energie-Genossenschaft, die sich die Förderung regenerativer Energien zum Ziel gesetzt hat. Am Montagabend zog die Genossenschaft auf ihrer Generalversammlung in den Räumen der BG Dorsten Bilanz.

Die kann sich sehen lassen, denn, wie Bürgermeister Lütkenhorst, einer der beiden Vorstände, stolz erläuterte, hat die DEG „viele vorzeigbare Projekte, die meisten auf städtischen Immobilien.“ Acht Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 400 kWp wurden installiert, die bisher größte auf dem Gelände des Pliesterbecker Schulzentrums. Um sie zu besichtigen, wurde die Versammlung zu einem Gang auf das Dach des Schulzentrums unterbrochen.

Eine Million Euro investiert
Auch auf den Dächern der Gesamtschule Wulfen, der Sporthalle Wittenbrink-Schule, der Kardinal-von Galen-Schule und den Feuerwehrgerätehäusern in Lembeck und Wulfen erzeugen Photovoltaik-Module Strom. Finanziert wurden die Anlagen durch die Anteilseigner, die einen Beitrag von mindestens 250 Euro aufgebracht haben. Etwa eine Million Euro wurden investiert, „damit werden pro Jahr 336000 Kilowattstunden Strom erzeugt, der Bedarf von 100 Haushalten“, wie Johannes Becker, zweites Vorstandsmitglied, in seinem Geschäftsbericht erklärte. „Das entspricht einer jährlichen CO2-Minderung von 190 Tonnen.“

20 Jahre keine Renovierungsarbeiten
Bis eine solche Anlage steht, müssen viele Faktoren stimmen. „Vor allem muss das Dach geeignet sein“, so Becker, „denn zwanzig Jahre lang können keine Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.“ Kein Wunder, dass es nicht so leicht ist, weitere Dachflächen zu finden. „Viele Unternehmer, bei denen wir angefragt haben, installieren lieber selber eine Anlage auf ihrem Dach“, berichtete er schmunzelnd. Dennoch hat die Gesellschaft große Pläne. In der Diskussion ist die ehemalige Hausmülldeponie Wulfen, die mit 20.000 qm Fläche und einer Leistung von rund 700 kWp mehr Strom als alle bisherigen Anlagen zusammen erzeugen würde. Auch die Windkraft wurde ins Auge gefasst. „Angedacht ist ein Windkraftwerk in Dorsten-Östrich und das Repowern, das heißt die Erweiterung eines anderen Windkraftwerkes“, so Becker.

Jahresfehlbetrag
Die Gewinn- und Verlustrechnung, die er den Mitgliedern präsentierte, verriet eine solide Finanzierung. Zwar ergab sich für 2010 ein Jahresfehlbetrag, der aber der Anschubfinanzierung geschuldet ist. „Das bedeutet, dass in diesem Jahr keine Ausschüttung erfolgen kann, für 2011 erwarten wir aber eine Dividende.“ Bei der anschließenden Wahl zum Aufsichtsrat wurde Günter Aleff, Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dorsten mbH, in das Gremium gewählt.

Dorstener Zeitung vom 06.09.2011, Werner Wenig

 

Dorsten wird grüner. Das liegt auch an der Förderung regenerativer Energien. (Foto: dpa)
Dorsten wird grüner. Das liegt auch an der Förderung regenerativer Energien. (Foto: dpa)